In Stryj am Rande der Karpaten sind wir neulich mit dem Auto in ein Gewitter geraten. Der Himmel wurde immer schwärzer, dann fing es an zu regnen, un immer häufiger knallte es heftig blechern. Der Begriff „Hagelkörner“ traf es nicht, was da herunter kam: Golfballgroße Eisbrocken schlugen aufs Dach und auf die Windschutzscheibe des Fahrzeugs.

Zum Glück fuhren wir gerade an einer Autowaschanlage vorbei und konnten uns da hineinflüchten. Unter Dach konnten wir das beängstigende Naturschauspiel dann quasi „genießen“, das letztendlich nur wenige Minuten dauerte. Der Himmel wurde wieder hell, wir fuhren weiter.
Ein kleines Abenteuer. Die (west-)ukrainischen Straßen hingegen, die vor wenigen Jahren noch ein großes Abenteuer mit tiefen Schlaglöchern, kilometerlang fehlender Asphaltdecke und anderen Überraschungen boten, haben sich vielerorts normalisiert, an den eurpopäischen Standard angeglichen, können mit deutscher Straßenqualität, wo ja vereinzelte Schlaglöcher mittlerweise auch zum Standard gehören, inzwischen mithalten. Das ist einerseits natürlich sehr schön – vor allem für die Ukrainer selbst, andererseits ist es aber auch ein wenig schade. Deshalb hier nochmal – zur Erinnerung – mein Lieblingskilometer ukrainischer Straße… (Zu suchen braucht Ihr ihn nicht, es gibt ihn in dieser Form nicht mehr…)