Im ostslowakischen Kezmarok (Käsmark), malerisch am Fuße der Hohen Tatra gelegen, steht einer der übrig gebliebenen so genannten Artikularkirchen – ein nationales Kulturdenkmal und zum Unesco-Weltkulturerbe gehörend. Artikularkirchen entstanden Ende des 17. Jahrhunderts / Anfang des 18. Jahrunderts und waren eine Konzession an die evangelischen Gemeinden: Sie durften außerhalb der Stadtmauern an festgelegten Plätzen turmlose Kirchen rein aus Holz erbauen – die Verwendung von Steinen, Ziegeln und sogar Metallnägeln war untersagt.
Entstanden sind dadurch Baukunstwerke, die sich als beständiger erwiesen als sicher damals vom im Jahr 1681 beschlussfassenden Ödenburger Landtag erdacht. Die Kezmaroker barocke Holzkirche von 1717 hat im Grundriss eine Kreuzform; sie bietet im Schiff und auf den Emporen Platz für 1.500 Besucher. Der Eintritt zum Besichtigen kostet – zusammen mit dem Besuch in der benachbarten Neuen evangelischen Kirche (mit markantem rotem Anstrich im Stadtbild unübersehbar) drei Euro – Geld, was aber auch dem Erhalt des sehenswerten Sakralbaus zugute kommt. Und außerdem: Es lohnt sich. Ich empfehle einfach in einer der Reihen Platz zu nehmen und sich die nötige Zeit zu nehmen, um die Augen auf eine ausgiebige Reise zu schicken…
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