RO – Kirchen als Burgen

In Siebenbürgen, rund um dessen Zentrum Sibiu, sind viele Kirchen gleich befestigter Burgen, man spricht daher auch von Kirchenburgen. Die Befestigungen dienten der Abwehr von Feinden und der Rückzugsmöglichkeit der örtlichen (Kirchen)Gemeinden. Klassisches Beispiel einer Kirchenburg bietet Michelsberg (Cisnădioara) 20 km südlich von Sibiu in den Karpaten. Die Kirche steht auf dem Hausberg des Ortes und ist über einen Bergpfad zu erlaufen. Mauern um das Kirchgelände herum zeugen vom Festungscharakter der Anlage, die ihren Gläubigen nicht nur Erbauuung, Trost und Zuversicht im Glauben bot, sondern auch Sicherheit… Glaubrnsburgen mögen wir heute nicht mehr unbedingt haben wollen, aber sinnbildlich könnte sich die moderne und krisengeschüttelte Kirche womöglich von diesem Konzept im alten Siebenbürgen etwas abschauen…

RO – Die Schönheit von Sibiu

Geprägt aus der Vergangenheit vor 1989 habe ich ja Henmungen, von Hermannstadt zu sprechen. Aber in Rumänien scheint das okay zu sein, wegen der vielen deutschsprachigen Touristen? Oder wirklich für die deutsche Minderheit im Lande? Sogar die große Ortstafel an der Zufahrtsstraße ist zweisprachig. Wie dem auch sei, die Altstadt von Sibiu ist wunderschön und pittoresk, die Hausfassaden farbenfroh, alles einladend und anheimelnd. Den wahren Reiz der Stadt machen für mich jedoch die Details aus, die man en passant wahrnimmt, wenn man sich umschaut – alt und neu, verfallend und frisch hergerichtet, jung und alt, modern traditionell, und auch arm und (neu)reich machen sich so im Stadtbild auf verschiedenste Weise bemerkbar…